Vor einigen Wochen habe ich mich ohne große Hoffnung auf Erfolg für die Mazda Zoom-Zoom Xperience 2007 am Hockenheimring angemeldet. Seit letztem Jahr versucht Mazda bei dieser Veranstaltung den Teilnehmern seine Sportmodell näher zu bringen.
Vor einer Woche kam dann die Mitteilung, dass ich teilnehmen durfte und so ging es gestern nach Hockenheim.
Direkt als erstes habe ich gelernt, dass die A8 nördlich von München höchstens als Parkplatz taugt. Zwei Spuren, kein Seitenstreifen, fast die gesamte Strecke auf 120 km/h beschränkt und spätestens alle 50 Kilometer (gefühlt) kommt eine Baustelle.
Am Hockenheimring war der Empfang dann aber sehr freundlich: Schnell eine Unterschrift an der Akkreditierung und 15 Minuten später war ich mit einem neuen gelben Namensschild und der Gruppe C auf dem Weg zum Slalom-Parcours. Die insgesamt recht große Gruppe (ich tippe auf 120 Personen) wurde in drei Gruppen aufgeteilt und diese jeweils nochmal in 2-4 weitere Untergruppen. Dadurch musste fast nie lange gewartet werden.
Innerhalb von 25 Minuten Slalom-Kurs gab es für jeden Teilnehmer die Gelegenheit 4-5 Mal eine kurze Slalomstrecke in einem offenen (super Wetter) MX-5 abzufahren. Erst ein kurze Slalom mit Toren, dann eine Kehre, ein Schweizer Slalom um die klassischen Hütchen und dann noch eine Zielbremsung gaben reichlich Gelegenheit um das Auto mal richtig zu treten. So ging es auch weiter – meinem eigenen Auto hätte ich das wirklich nicht antun wollen.
Nach dem Slalom war der Drift-Kurs die nächste Veranstaltung. Zur Verfügung standen zwei MX-5 und zwei RX-8 die kontrolliert um die Kurven driften sollten. Gelungen ist das allerdings kaum jemanden, ein Spezialist hat den Wagen sogar kaputt bekommen. Auch das wurde aber erstaunlich locker aufgenommen. Leider war die Zeit hier sehr knapp, als letztem Teilnehmer blieben mir statt vorher drei Minuten nur noch drei Runden die ich hauptsächlich mit Pirouetten verbracht habe. Den Wagen zum schleudern zu bringen ist erstaunlich einfach wenn man die elektronischen Helfer abschaltet – ihn kontrolliert driften zu lassen aber umso schwieriger.
Als letzte Challenger kam dann der Höhepunkt: die Rennstrecke. Nacheinander durfte man mit RX-8, Mazda 3 MPS und Mazda 6 MPS je drei Runden im Konvoi auf der kurzen Runde drehen. Speziell der Mazda 3 MPS macht mit 260 PS auf der Frontachse riesigen Spass und zieht brutal wenn man durchtritt. Mitgenommen habe ich vor allem das beruhigende Gefühl, dass ein aktuelles Auto wesentlich mehr aushält, als man im Straßenverkehr selbst in Extremsituationen braucht. Ud wann kann man sonst schonmal mit 80 km/h und quietschenden Reifen durch eine fast 90°-Kurve rutschen ohne unangenehm aufzufallen?
Die letzen beiden Runden bekamen wir dann noch von Rennfahres Johannes Stuck im Mazda 3 MPS (mit abgeschaltetem DSC) gezeigt wie man den Rennkurs richtig fährt.
Insgesamt war die Zoom-Zoom Experience eine richtig gute Veranstaltung die meine gute Meinung von Mazda auf jeden Fall noch gesteigert hat!